Cybersex: Echter Sex oder nur eine Spielerei?

Dank neuer Computertechnologien sind inzwischen verschiedene Formen von Cybersex möglich. Doch ist Cybersex wirklich Sex oder handelt es sich dabei nur um eine Spielerei, die sogar gefährlich werden und zu einer Sexsucht führen könnte? Was ist Cybersex und welche unterschiedlichen Spielarten gibt es? Wie ist es eigentlich um die menschliche Nähe beim Cybersex gestellt? Quoka hat sich nachfolgend näher mit genau diesen Fragen beschäftigt.

Was ist Cybersex eigentlich?

Der Begriff „Cybersex“ existiert erst seit den 1990er Jahren, wobei die Abkürzung CS gebräuchlich ist. Cybersex umfasst verschiedene Ausprägungen der virtuellen Erotik. Dabei sind immer ein Computer oder anderes Gadget und meist auch das Internet involviert. Selbst das Anschauen von pornographischen Film- oder Bildinhalten bei gleichzeitiger Masturbation wird bereits als Cybersex bezeichnet. Wobei es geläufiger ist, über Kameras mit einem anderen Partner zu „kommunizieren“ und dabei sexuelle Handlungen zu vollziehen. Es gibt bereits verschiedene andere Spielarten, die man unter Cybersex zusammenfassen könnte, wie zum Beispiel: Skype Sex oder Whatsapp Sex.

Sexuell anzügliche Nachrichten und Chats fallen ebenfalls unter diesen Begriff. Gleiches gilt natürlich auch dann, wenn gemeinsam mit einem Partner, der sich jedoch an einem anderen Ort befindet, vor einer Kamera masturbiert wird. Zum Teil kommen aber auch Datenhelme sowie sogenannte Datenhandschuhe beim Cybersex zum Einsatz. Demnach kann diese Form von „Sex“ also viele Formen annehmen. Auch wenn Sexspielzeuge im Spiel sind, kann es sich dennoch durchaus um Cybersex handeln.

Pro und Contra zu Cybersex

Cybersex ist also irgendwie kein echter Sex, aber eben auch nicht nur eine Spielerei ohne Konsequenzen. Denn während du vom Cybersex natürlich nicht schwanger werden und dir keine Geschlechtskrankheit einfangen kannst, ist der Höhepunkt doch das erklärte Ziel beim Cybersex. Die Schnittstelle zwischen dem Leben und der Technik wird von Cybersex völlig neu definiert, so dass dies auch ethische Fragen aufwirft.

Ab wann ist Cybersex zum Beispiel mit dem Fremdgehen gleichzusetzen? Sollte es deinem Partner erlaubt sein, dass er frei pornographische Inhalte im Internet konsumieren kann, ohne dir dies mitzuteilen? Viele Menschen werden gegen den Konsum von Pornos in Form von Bild und Video wahrscheinlich nicht viel einzuwenden haben und das auch dann, wenn dies heimlich geschieht. Doch wie sieht es aus, wenn dein Partner auf einmal mit einer fremden Person, die er oder sie gar nicht kennt, anzüglich chattet? Fühlst du dich dann betrogen? Oder was wäre, wenn dein Partner vor einer Webcam mit einer anderen Person masturbiert? Auch das würden viele Menschen wohl als Betrug ansehen.

Cybersex kann süchtig machen

Außerdem besteht beim Cybersex die Gefahr, dass es zu einer (Internet-) Sexsucht kommt oder das zu viel virtuelle Gewalt mit im Spiel ist. Wenn ein Mensch dann die Grenzen zwischen Cybersex und dem, was im echten Leben gesellschaftlich akzeptiert ist, nicht mehr erkennen kann, kann dies durchaus zu einem riesigen Problem werden. Wenn Cybersex zur Sucht wird, dich immer mehr Geld kostet, weil du die Inhalte auf diversen Pornoseiten konsumieren möchtest, oder du auch am Arbeitsplatz nicht mehr ohne die Befriedigung durch Cybersex kannst, dann hast du also ein handfestes Problem.

Dementsprechend ist Cybersex nicht nur eine harmlose Spielerei. So lustvoll du deine Sexualität auf diesem Weg auch ausleben kannst, Cybersex hat wenig mit dem echten Leben zu tun und kann dir und diesem unter Umständen sogar schaden.